Das Weinviertel kann dem „pannonischen Klima“ zugerechnet werden. Es ist thermisch kontinental und hygrisch eher ozeanisch geprägt.
Dies bedeutet im langjährigen MIttel (1971-2000):
Grob gesprochen bedeutet dies heiße Sommer, kalte Winter und insgesamt sehr wenig Niederschlag. Kennzeichnend ist der rasche Wechsel vom Winter zum Frühjahr. Die meisten Niederschläge fallen im Sommer - bei kurzen, aber kräftigen Gewitterregen. Hartnäckige, lange Regenperioden kommen sehr selten vor. Schnee fällt im Winter eher wenig, der jedoch meist sofort wieder vom Wind verblasen wird.
Quellen: ZAMG Wien, E.Rudel; Geologische Bundesanstalt Wien,T. Hofmann.
Aufgrund zahlreicher Diskussionen über den Klimawandel in der letzten Zeit sind im Anschluss einige Klimadaten der letzten Jahrzehnte angefügt.
Ort | Höhe in mm | Durchschnittstemperatur | Durchschnittstemperatur | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
Hollabrunn | 253 | 9,0 | 9,4 | 0,4 |
Falkenstein | 302 | 9,2 | - | - |
Retz | 320 | 9,2 | 9,6 | 0,4 |
Illmitz | 117 | 10,9 | 10,3 | -0,6 |
Leibnitz/Silberberg | 332 | 9,5 | 9,2 | -0,3 |
Krems | 204 | 9,6 | 9,7 | 0,1 |
Langenlois | 204 | 9,25 | 9,6 | 0,35 |
Werte in °C
Quelle: ZAMG Wien, ÖWM
Aus dem Vergleich der Durchschnittstemperaturen von 1961-1990 und 1990-2004 kann man ersehen, dass die nördlicheren Weinbaugebiete in Österreich (speziell in den Gegenden um Hollabrunn, Retz und Langenlois) durchschnittlich um 0,4-0,6 Grad wärmer geworden sind.
Ort | Höhe in mm | Max. August Mittel | Max. August Mittel | Veränd. August Mittel | Min. Jänner Mittel | Min. JÄnner Mittel | Veränd. Jänner Mittel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Hollabrunn | 253 | 32,0 | 32,8 | 0,8 | -15 | -14 | +1 |
Falkenstein | 302 | 33,0 | - | - | -14 | - | - |
Retz | 320 | 32,0 | 32,5 | 0,5 | -14 | - | - |
Illmitz | 117 | 29,0 | 33,4 | 4,4 | -12 | -13 | -1 |
Leibnitz/Silberberg | 332 | 32,0 | 33,0 | 1,0 | -16 | -13 | +3 |
Krems | 204 | 32,0 | 32,9 | 0,9 | -12 | -13 | -1 |
Langenlois | 204 | 32,0 | 33,0 | 1,0 | -13 | -13 | 0 |
Werte in °C
Quelle: ZAMG Wien, ÖWM
Auch die maximalen und minimalen Temperaturen im Jahr (Max. im August und Min. im Jänner) haben sich in den letzten Jahren unterschiedlich entwickelt. Während die Maximalwerte durchschnittlich 1-4 Grad gestiegen sind, haben sich die Mindestwerte um durchschnittlich 1 Grad nach oben bewegt. Ein durchschnittlicher Anstieg der Temperaturwerte ist somit festzustellen.