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Erdmittelalter

Erdmittelalter - ältere Erdneuzeit

Quarzsandstein der Flyschzone
Zwei Höhenrücken, begrenzen das Korneuburger Becken im Osten und im Westen, als nördlichste Ausläufer der Flyschzone. Bestehen aus Sandsteinlagen, die mit weicheren Mergeln wechseln. Lockere Sedimente wurden durch Erdbewegungen lawinenartig in die Tiefsee verfrachtet, gröbere Sande lagerten sich ober den feinen Tonen ab, wurden später zu Sand- und Tonstein verfestigt. Charakteristisches Erscheinungsbild: Wechsellagerungen von Sanden und Tonen. Diese ockerfarbenen Sandsteine wurden für den Bau der Burg Kreuzenstein, der Kirchen Königsbrunn und Großrußbach verwendet, aber auch für Weinkeller und Presshäuser im Korneubuerger Becken.

Kalkige Sandsteine und Mergel der Flyschzone
An den steilen Hängen des Bisamberges treten nördlich von Langenzersdorf Wechselfolgen weicher Mergel und harter Kalkmergel bzw. kalkiger Sandsteine auf. Ablagerungen die vor 80 bis 50 Mio. Jahren vom Kontinentalrand lawinenartig in die Tiefsee verfrachtet wurden. Heutiges Vorkommen im Norden des Alpenkörpers, dem Rheintal und dem Weinviertel. Weingärten rund um den Bisamberg wurzeln, sofern sie sich nicht auf Löss befinden, in diesen einstigen Tiefseeablagerungen. Steile Hänge der Flyschzone sind sehr rutschanfällig, besonders wenn mergelreichere Abschnitte überwiegen.

Kalksteine der Waschbergzone

Besonders auffallend: die hellweißen, splittrig brechenden Ernstbrunner Kalke. Aus diesen Kalken bestehen die Leiser Berge, die Staatzer Klippe, die Falkensteiner Berg und die Pollauer Berge in Südmähren. Sandig-mergelige Stellen sind Ablagerungen tropischer Seichtwasserbereiche aus dem Erdmittelalter und neben den Graniten mit rund 146 Mio. Jahren die ältesten Gesteine des Weinviertels. Am Waschberg und am Michelberg, nordöstlich von Stockerau, gibt es jüngere Kalksteine.
Von Falkenstein bis Nikolsburg (Südmähren) bildet der Ernstbrunner Kalk das Ausgangsmaterial für Ranker oder Rendsinen – seichtgründige, kalkreiche Böden, die sich über festem Gestein bilden. In der Umgebung von Klippen tauchen Kalksteine in Presshaus- und Kellereingangsmauern auf. Speziell der Ernstbrunner Kalk wurde und wird als Branntkalk verwendet und findet sich so als Kalkanstrich in den Presshäusern wieder.

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Kalkige Sandsteine und Mergel der Flyschzone
Kalkstein der Waschbergzone