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Weinviertel DAC. Unser Wein hat Pfeffer!

10 Jahre Weinviertel dac - Eine pfeffrige Erfolgsgeschichte

Hier sollte ein Bild mit Joesf Pleil, Roman Pfaffl und Willi Klinger sein.
Weinbaupräsident Josef Pleil, Obmann
RWK Roman Pfaffl, GF ÖWM Willi Klinger

Der Weinviertel dac blickt mit dem Jahrgang 2011 auf eine Erfolgsgeschichte zurück: Der Grüne Veltliner stellt seine Funktion als Leitsorte eindrucksvoll unter Beweis, das Herkunftsmarketing für Weine zieht in Österreich ein, das Gebiet geht insgesamt gestärkt in die Zukunft und ist Wegbereiter für weitere DAC-Gebiete in Österreich.
Die Bilanz zu 10 Jahren Weinviertel dac ist bemerkenswert: „Der Weinviertel dac ist eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte im österreichischen Weinbau!“, so Weinbaupräsident Josef Pleil, der auch als einer der Väter und Befürworter des Herkunftsmarketings in Österreich gilt. Den Weinviertel dac, der für einen gebiets- und sortentypischen Grünen Veltliner steht, produzieren heute mehr als 600 Weinbaubetriebe aus dem Weinbaugebiet Weinviertel. „Der Flaschenabsatz konnte sich in diesen zehn Jahren kontinuierlich auf 3,8 Millionen Flaschen Weinviertel dac im Jahr 2011 entwickeln“, freut sich Weinbauer Roman Pfaffl, der auch Vorsitzender des Regionalen Weinkomitees Weinviertel ist. Auch der Exportanteil stieg und mit der Einführung der Weinviertel dac Reserve ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung am Markt getan. Der pfeffrige Grüne Veltliner aus dem Weinviertel ist dank dieser langfristigen Strategie ein bekanntes und beliebtes Produkt bei Herrn und Frau Österreicher.

Aller Anfang war schwer

Vor zehn Jahren sah die Ausgangslage für die Weinviertler Weinbauern alles andere als rosig aus. Roman Pfaffl, erfolgreicher Weinviertel dac-Weinbauer der ersten Stunde: „Die Region verfügte über kaum bekannte Vorzeigebetriebe, die Absatzmöglichkeiten gingen zurück, das Weinviertel kämpfte mit einem Image als Lieferant für Billig-Weine, und die Winzer sahen sich der verstärkten Nachfrage nach hochwertigen Qualitätsweinen gegenüber.“ Außerdem verfügte das Gebiet über kein eigenes Werbebudget für Qualitätsweinmarken. „Es gab 2002 kaum einen Weinviertler Wein im Handel, der über € 3,- kostete“, erinnert sich Roman Pfaffl. Erschwerend kam hinzu, dass gerade die Weinviertler Winzer eine Vielzahl an Rebsorten, unterschiedlichen Weintypen und Qualitätsstufen am Markt präsentierten, die für Verwirrung auch unter mündigen Weinkonsumenten im In- und Ausland sorgten. Zudem galt es, sich im Hinblick auf den Beitritt von Staaten aus dem ehemaligen Osteuropa zur EU zu rüsten. Es bestand die Gefahr, dass Länder mit großen Weinanbauflächen wie Ungarn, Slowenien oder Tschechien mit einem ähnlichen Rebsortenprofil wie Österreich das kleine EU-Land in seinen Marktchancen beeinträchtigen würden. Daher war es notwendig, Österreichs Rebsorten in Verbindung mit dem Anbaugebiet zu unaustauschbaren, regionaltypischen Produkten weiter zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund erarbeitete ab Mitte der neunziger Jahre der Österreichische Weinbauverband gemeinsam mit der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) ein Konzept zum Herkunftsmarketing von Weinen aus Österreich. Dieser Schritt bedeutete: Weg von der
Klassifizierung nach Rebsorten, wie sie etwa in Deutschland gemacht wird, hin zur Klassifizierung nach Herkunftsgebieten mit einem typischen Weinstil, wie er in den romanischen Ländern Frankreich, Italien oder Spanien teils seit Jahrhunderten üblich ist. Entsprechend den internationalen Vorbildern wählte man den Namen „DAC“ als Bezeichnung für diese Weine, diese Abkürzung steht für Districtus Austriae Controllatus.
„Die Ziele bei der Einführung des Weinviertel dac waren eine qualitative Aufwertung der Weine aus dem Weinviertel, die Schaffung eines unverwechselbaren Profils der Weine und eine konsequent durchgeführte Marketingstrategie, die dem Weinviertler Wein neue Märkte erschließen sollte. Eine damit einhergehende Anhebung des durchschnittlichen Preisniveaus wiederum sollte Winzern und Händlern eine höhere Wertschöpfung ermöglichen und die Basis für eine Listung bei Handel und Gastronomie schaffen“, erläutert Willi Klinger, Geschäftsführer der ÖWM.

Ein guter Start

Am 1. März 2003 war es schließlich soweit: Der Weinviertel dac wurde der Weinwelt als erster DAC Wein Österreichs präsentiert! Eine spannende Phase folgte: Während die Fachwelt die Geburt des neuen Weinstils mancherorts skeptisch beobachtete, schlossen die Konsumenten den pfeffrigen Grünen Veltliner schnell in ihr Herz und sorgten für einen wahren Run auf den Weinviertel dac. In den ersten Jahren war vor allem bei den Endkonsumenten dank intensiver Marketingarbeit der Begriff DAC eng mit dem Weinviertel verbunden, auch wenn andere Weinbaugebiete bald ebenfalls auf das DAC-System einschwenkten.

Die Meilensteine

Das Weinviertel nutzte die herrschende Dynamik und setzte bald weitere Maßnahmen um: Die Einführung des „Qualitätsstandard Weinviertel“ im Jahr 2007 war das erste derart umfassende und speziell an den Winzerbetrieb angepasste Qualitätsmanagementsystem in Österreich und ist ein wichtiger Impulsgeber für die qualitative Weiterentwicklung des Gebietes.
Im Februar 2010 trat die Verordnung „Weinviertel dac Reserve“ in Kraft, dank der die Winzer erstmals Grüne Veltliner abfüllen konnten, die mit einem Minimum von 13,0 Vol % etwas kräftiger ausfallen als der „klassische“ Weinviertel dac (zwischen 12,0 Vol % und 12,5 Vol % laut Etikett) und die Nachfrage nach lagerfähigen Weinen bestens abdecken. „Die Einführung der Weinviertel dac Reserve mit dem Jahrgang 2009 hat zu einer weiteren Schärfung des Profils des Weinbaugebietes Weinviertel beigetragen“, erläutert Roman Pfaffl die Bedeutung der neuen Kategorie. Außerdem konnte so die klare Struktur und der Aufbau des DAC-Systems unter Beweis gestellt werden. „Die Weinviertel dac Reserve stammt von Topwinzern des Weinviertels und verstärkt das hochwertige Herkunftsprinzip unserer Grünen Veltliner“, unterstreicht Pfaffl. Um das Qualitätsniveau der Weinviertel dac Reserve langfristig zu sichern, können zukünftig nur jene Winzer eine Reserve als DAC bei der Verkostungskommission einreichen, die auch über die Qualitätszertifizierung verfügen.
In Zahlen gefasst, sieht die Erfolgsbilanz des Weinviertel dac wie folgt aus: Im Jahr 2004 lieferten etwa 450 Betriebe insgesamt 1,5 Millionen Flaschen Weinviertel dac. Im Jahr 2011 lieferten mehr als
600 Betriebe insgesamt 3,8 Millionen Flaschen, das entspricht einer Steigerung der Menge um etwa 150% und einer Steigerung der Anzahl der Weinviertel dac-Betriebe um ein Drittel.
Auch strukturell spiegeln die Zahlen die positive Weiterentwicklung der Region wider: Neben den großen Betrieben, die 30.000 Flaschen Weinviertel dac oder mehr abfüllen, etablieren sich viele vitale mittelgroße Betriebe mit einem respektablen Anteil an Weinviertel dac in ihrem Sortiment.

Der Ausblick

Auch wenn das Weinviertel als DAC Pionier auf eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, ruht man sich in der Region nicht auf den Lorbeeren aus. „Unser Ziel ist, noch mehr Betriebe von unserer Qualitätszertifizierung zu überzeugen“, so Pfaffl. „Diese Aushängeschilder unseres Gebiets sind auch jene Betriebe, die über die besten Voraussetzungen für den verstärkten Export des Weinviertel dac verfügen. Den Export zu steigern ist ein wichtiges Ziel für die nächsten Jahre, um den Absatz langfristig zu sichern“, meint Pfaffl und konkretisiert: „Wir wollen die Anzahl der Flaschen, die als Weinviertel dac abgesetzt werden, in den nächsten fünf Jahren von derzeit 3,8 Millionen Flaschen auf 7 Millionen Flaschen steigern. Dabei wird auch der verstärkte Vertrieb in Handel und Gastronomie eine bedeutende Rolle einnehmen.“
Impulsgeber für Tourismus und Selbstbewusstsein
„Die Schaffung des Weinviertel dac war und ist ein sehr wichtiger Impuls für die gesamte Region“, blickt Willi Klinger zufrieden auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre zurück. „Wein ist ein elementares Produkt für das Weinviertel und daher auch ein starker Impulsgeber für den Tourismus der Region. Im Zusammenspiel der Interessen wird der Wein für Konsumenten „erlebbar“ gemacht. Nicht zuletzt dank der Einführung des Weinviertel dac ist das Gebiet stärker zusammengerückt und hat ein zuvor nicht gekanntes Selbstbewusstsein entwickelt. Darauf sind wir sehr stolz“, fasst Willi Klinger die positiven Auswirkungen des Weinviertel DAC zusammen.

DAC – Erfolgreiche österreichische Appellation

DAC (Districtus Austriae Controllatus) ist eine Herkunftsbezeichnung für regionaltypische Qualitätsweine aus Österreich. Gemeinsam mit dem Pionier Weinviertel gibt es in Österreich mit dem Jahrgang 2012 acht DAC-Gebiete: In Niederösterreich vermarkten die Weinbaugebiete Weinviertel, Kamptal, Kremstal und Traisental dac-Weine, im Burgenland sind es Leithaberg, Mittelburgenland, Eisenberg und nun auch Neusiedler See. Für Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing GmbH, liegen die Vorteile des DAC-Konzeptes klar auf der Hand: „DAC macht das Produkt unaustauschbar. Es verbindet Herkunft und Weintyp und dadurch wird die Vermarktung national und international einfacher“, so Klinger, der an der Schaffung weiterer DAC-Gebiete arbeitet, um die Herkunftsbezeichnung flächendeckend aus allen Weinbaugebieten Österreichs anbieten zu können. „Es benötigt natürlich eine gewisse Zeit, bis man die Idee im Bewusstsein der Menschen verankern kann. Deshalb ist es wichtig, für einen zügigen Weiterausbau des Systems zu sorgen“, unterstreicht Klinger die Bedeutung des DAC.

Das DAC-System und sein Umfeld

Josef Pleil, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes, beurteilt die Entwicklung des DAC im großen Zusammenhang: „Der Strukturwandel in der Landwirtschaft hat auch vor dem Weinviertel nicht Halt gemacht. Wir haben festgestellt, dass viele Nebenerwerbsbauern und kleine Betriebe die landwirtschaftliche Produktion eingestellt haben. Auf der anderen Seite werden einige wenige Betriebe größer und wachsen.“ Gerade im Weinbau ist der Strukturwandel immens: Waren es vor etwa 20 Jahren noch mehr als 30.000 traubenerntende Betriebe, sind es mit der Erntemeldung 2011 nur mehr 17.150 – und mehr als die Hälfte dieser Weinbaubetreibe erntet nur weniger als 5.000 kg Trauben pro Jahr. „Viele unsere jungen Winzer haben ihre Ausbildung nicht nur im Inland genossen, sondern haben auch im Ausland wertvolle Erfahrungen auf namhaften Weingütern gesammelt. Mit diesem wichtigen Wissen kommen sie nun nach Österreich zurück und übernehmen die Betriebe ihrer Eltern. Sie bringen nicht nur mit ihrer Jugend, sondern auch mit ihrem Know-how, ihrem Wissen, ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Glauben an die Zukunft frischen Schwung in die Region. Das DAC-System bietet mit seiner klaren Struktur und seinem exportorientierten Aufbau die ideale Basis für eine weitere, wirtschaftlich gesunde Entwicklung unserer Weinbaubetriebe. Wir sind stolz auf den Erfolg des DAC-Systems!“

Für diese Betriebe, die für die Zukunft der Region von entscheidender Bedeutung sind, wird es auch weiterhin notwendig sein, dass die Politik Investitionen unterstützt und Förderungen bereit stellt. „Gerade Österreichs kleine und mittlere Unternehmen stehen vor einem enormen Kostendruck. Die Investitionen im Weinbau sind auf Grund der modernen Technologie – Stichwort Nirosta und Stahl – sehr teuer“, erklärt Pleil. Wer aber nicht über die State-of-the-Art-Technologie verfüge, müsse mit qualitativen Mängeln bei seinen Produkten rechnen und dieser Situation müsse man mit Investitionshilfen Rechnung tragen. Von 2009 bis 2012 wurden über die Marktordnungsförderung der EU 4,8 Millionen Euro ausbezahlt. Gemeinsam mit den Investitionen, die seitens der Winzer vor der Inanspruchnahme der Förderung getätigt werden müssen, wurden auf diesem Weg mehr als zwölf Millionen Euro in der Region investiert. Weitere Förderungen in Höhe von 4,1 Millionen Euro wurden bereits bewilligt, aber noch nicht ausbezahlt, was auf weitere starke Investitionstätigkeit schließen lässt. „Man sieht an diesen Zahlen klar, dass die Winzer von sich aus aktiv werden und die Weiterentwicklung der Region vorantreiben“, unterstreicht Pleil.
Gerade in Zeiten, in denen der Konsument vermehrt Wert auf regionale Produkte legt, bei denen er auf die Lebensmittelsicherheit und Umweltverträglichkeit zählen könne – Stichwort Bio oder CO2-Footprint – seien Zertifizierungen, wie sie das DAC-System bietet, für die Endverbraucher eine wichtige Entscheidungshilfe beim Kauf.

Eine Umfrage des oberösterreichischen KeyQUEST Marktforschungsinstitutes bestätigte vor kurzem den Trend zu regionaltypischen Produkten: Gaben im Jahr 2006 noch 80% der Befragten an, dass Bio-Produkte künftig an Bedeutung gewinnen würden, so waren es im Jahr 2011 nur noch 61% der Befragten. Dem gegenüber erwarten sich 81% der Befragten, dass regionaltypische Produkte an Bedeutung künftig zulegen werden.
„Die Zertifizierung ist ein wichtiges Instrument und eine Unterstützung für die Winzer, wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Betriebe können sich so qualitativ verbessern und stärker werden. Wir wissen, diese Bemühungen sind langfristige Projekte, betriebliche Umstrukturierungen brauchen ihre Zeit, aber ich vertraue auf den Innovations- und Erfolgswillen unserer dynamischen Winzergeneration“, erläutert der Weinbaupräsident.

Wein und Tourismus

Auch die Niederösterreichische Landesausstellung im Jahr 2013 stellt das Thema Wein in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Brot & Wein“ werden Asparn an der Zaya und Poysdorf Schauplatz für die Darstellung des authentisch-originellen Weinviertels sein. Die „Ausstellung“ selbst wird dabei zur regionalen Bewegung: Verblüffende Einblicke, anekdotische Erzählungen, Geschichte und Geschichten verbunden mit einem wunderbaren Landstrich – dem Weinviertel – werden den Gästen einen spannenden Einblick in die Region geben. „Nach mehr als 20 Jahren steht damit nach der Steirischen Landesausstellung in Gamlitz im Jahr 1990 wieder der Wein im Mittelpunkt einer Landesausstellung“, freut sich Präsident Pleil, der auch ankündigte, dass „Weinviertel dac offizieller Botschafter der Niederösterreichischen Landesausstellung 2013 sein wird.“
Unterlagen und Fotos finden Sie auch in diesem Downloadarchiv.

Allgemeine Informationen:

Die Kriterien für Weinviertel dac

Weinviertel DAC ist immer ein Grüner Veltliner, der sich durch eine hell- bis grüngelbe Farbe und einem fruchtig, würzig-pfeffrigen Geschmack auszeichnet. Er ist trocken (max. 6 g/l Restzucker) ausgebaut und darf weder einen Holz- noch Botrytiston aufweisen. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 12 Vol % und 12,5 Vol % (am Etikett).
Der Wein mit dem typischen Gebiets- und Sortencharakter - auch als das so genannte „Pfefferl“ bezeichnet - darf erst ab 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres in Verkehr gebracht werden.

Weinviertel dac Reserve

Seit dem Jahrgang 2009 wird im Weinviertel auch eine Weinviertel dac Reserve im Top-Wein-Segment angeboten. Damit soll das Geschmacksbild noch typischer und die Zahl der hochqualitativen Weine, welche unter der Herkunft Weinviertel auf den Markt kommen, erhöht werden.
Wie für den Weinviertel dac gilt auch für die Reserve das klare, gebietstypische Geschmacksprofil eines pfeffrigen Grünen Veltliners aus dem Weinviertel zusätzlich mit den Charakteristiken: trocken, dichte Struktur und langer Abgang, kräftige Stilistik, zarter Botrytis- und Holzton ist zulässig.
Der Mindestalkohol liegt bei 13,0 Vol %, die Einreichung zur staatlichen Prüfnummer darf nicht vor dem 15. März des auf die Ernte folgenden Jahres erfolgen.
Ab dem Jahrgang 2012 muss jeder Betrieb, der Weinviertel dac Reserve herstellt nach einem regionalen Qualitätsmanagementsystem zertifiziert sein (Qualitätsstandard Weinviertel), das vom Regionalen Weinkomitee Weinviertel erarbeitet wurde und von einem externen Auditor geprüft wird.

Regionales Weinkomitee Weinviertel

In vielen klassischen Weinländern ist es seit langer Zeit üblich, dass sich die Weinwirtschaftsbeteiligten zu Branchenverbänden zusammenschließen, um die Entwicklung ihrer Region besser vorantreiben zu können. Seit 2001 ist dies auch im Weinviertel mit der Gründung des Regionalen Weinkomitee Weinviertel geschehen.
Die Mitglieder der Regionalen Weinkomitees werden paritätisch von der Landwirtschaftskammer und der Wirtschaftskammer dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) vorgeschlagen, um auch alle Spektren der Weinwirtschaft im Gebiet abzudecken. Die Aufgaben der Mitglieder sind es, gemeinsame Marketing- und Produktionsstrategien festzulegen, denn sie wissen am besten, was für ihre Region erforderlich und wirksam ist. Sie kennen die lokale Weinwirtschaft, die Region mit ihren Vor- und Nachteilen, die Anforderungen und Notwendigkeiten am Markt und sind somit am geeignetsten, um erfolgversprechende Konzepte zu realisieren.
Über die Aktivitäten des Regionalen Komitees wacht das Nationale Weinkomitee. Das Nationale Weinkomitee wird - wie das Regionale Weinkomitee - vom Bundesminister auf fünf Jahre bestellt.
Die Aufgaben umfassen Bereiche wie Überprüfung der Zusammensetzung der Mitglieder, Überprüfung der Beschlüsse der Regionalen Weinkomitees und vor allem die ausgewogene Abdeckung aller Bereiche der österreichischen Weinwirtschaft.
Das Regionale Weinkomitee Weinviertel wurde Anfang Februar 2012 neu gewählt und umfasst nun folgende Mitglieder:

Mitglieder des Regionalen Weinkomitee Weinviertel 2012-2016
Pfaffl Roman, ÖkR 2100 Stetten Vorsitzender
Polsterer-Kattus Ernst, Dr. / Kattus 1190 Wien Vorsitzender Stellvertreter
Setzer Hans, Ing. 3472 Hohenwarth Vorsitzender des Marketingaussschusses
Toifl Herbert/Wegenstein 2355 Wr. Neudorf Vorsitzender des Qualitätsausschusses
Walek Gerhard 2170 Poysdorf Weintourismus
Bayer Roman, LKR 2062 Falkenstein  
Eminger Wilhelm, Ing. 2224 Niedersulz  
Frank Harald, DI 2171 Herrnbaumgarten  
Hebenstreit Alfred 2063 Zwingendorf  
Inführ Karl, KR Ing./ Inführ Sekt 3400 Klosterneuburg  
Jagersberger Herbert, Ing./ Schlumberger 1190 Wien  
Jassek Christian 2053 Ragelsdorf  
Pleil Christian, Ing. 2120 Wolkersdorf  
Riegelhofer Maximilian 2170 Poysdorf  
Schüller Kerstin, Mag. 2073 Pillersdorf  
Stift Franz 3743 Röschitz  
Toifl Michael 3493 Hadersdorf  
Vock Leopold, Ing./ Genossenschaftsweinkellerei 2120 Wolkersdorf  
Wimmer Friedrich/ Lenz Moser 3495 Rohrendorf  
Zillinger Herbert,Ing. 2251 Ebenthal  
Zöchmann Reinhard, Ing. 3714 Roseldorf